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Die Ragwurz-Orchideensafaris 1 + 2

Die Ragwurz-Orchideensafari (1)

6. (oder 9.) bis 13. (oder 16.) April 2019

 

Die Ragwurz-Orchideensafari (2)

27. (oder 30.) April bis 4. (oder 7.) Mai 2019

 

Ost-Sizilien         Honorar: 440,-€

weitere Kosten der Reise: etwa 1050,-€ (Flug, Unterkunft, Mietwagen, Essen)

 

Ich war jetzt drei mal auf Sizilien. Beim letzten mal habe ich 3 Kunden von mir "probehalber" mitgenommen: Birgit, Haike und Jan. Die drei waren total begeistert, auch sehr vom Abendessen in Sant Andrea, und haben mich geradezu bedrängt, diese Reise als Safari anzubieten.

 Mein Problem dabei ist, dass vor allem mit dem Flug Kosten aufkommen, für die ich im Fall eines Ausfall nicht mehr aufkommen kann. So wird, was die Kosten angeht, jeder die Reise für sich machen und ich bekomme als offizielle Bezahlung nur das Honorar. Flug, Mietwagen und Unterkunft kann ich organiesieren, bezahlen wird jeder genau seinen Anteil. Falls ich zu krank sein sollte um reisen zu können, bekommt ihr das Honorar zu 100% zurück, der Rest muss sich dann ergeben.

Interessierte rufen mich bitte an um alles weitere zu besprechen.

Sizilien: Da denkt vielleicht nicht jeder gleich an Orchideen. Allerdings gibt es in Süd-Italien ca. 15% aller europäischen Orchideen-Arten, und damit nach Griechenland die zweitmeisten in Europa.

Nach intensiven Internet-Recherchen flog ich im April 2016 allein nach Sizilien um nach ihnen zu suchen. Gleich auf der ersten kurzen Wanderung von meiner Unterkunft aus fand ich 4 Arten. Mit der Schwarzen Ragwurz hatte ich auch gleich für mich eine neue Art. Am selben Tag fuhr ich noch in das nahe gelegene Naturschutzgebiet "Pantalica" und fand gleich die Art, die ganz oben auf meiner Wunschliste stand: Die schöne Halbmond-Ragwurz, die endemisch auf Sizilien ist.

In den ersten zwei Tagen erlebte ich dann einen richtigen Orchideen-Rausch: 15 Arten, davon 6 neue Arten für mich. Dazu ein wahres Blüten-Meer. Vor allem die Schmetterlingsblüttler (Erbsen, Wicken, Bohnen etc.) boten in Vielfalt, Form und Farben grandiose Anblicke. Auch einen Wald voller mediteraner Alpenveilchen konnte ich bewundern oder einen anderen Wald mit wilden Narzissen und Pfingstrosen.

Auch die mediterane Fauna hat natürlich vieles zu bieten. Allgegenwärtig ist die schöne Ruineneidechse, aber auch Geckos und Smaragdeidechse, sowie die Zornnatter habe ich schon gesehen. An Vögeln seien erstmal Samtkopf- und andere Grasmücken, Turteltaube, Seidensänger, Einfarbstar, Weidensperling, Grau- und Zaunammer genannt. Mit etwas Glück gibt es aber auch z.B. den Wiedehopf oder, bei Sant Andrea, eine Schleiereule. Meine seltenste Beobachtung war ein durchziehender Heckensänger.

Die Tagesabläufe gestalten sich wie folgt: Wir unternehmen jeden Tag ab 7 Uhr eine eineinhalb stündige Morgenwanderung in die Umgebung von Sant Andrea (freiwillig!). Etwa um halb 9 gibt es Frühstück. Ab 11 Uhr fahren wir mit dem Auto (30 min. bis 1 Std.) zu unserem Tagesziel und wandern dort herum. Auf dem Hinweg kaufen wir täglich für unser "Lunchpaket" ein (Zu Trinken, Obst, Gemüse, Brot, Aufschnitt) An 5 Tagen essen wir in Sant Andrea zu Abend (etwa 20 Uhr, 15,-€).

An zwei Tagen führen uns unsere Touren etwas weiter weg. Zum einen in ein schönes Küstenschutzgebiet, zum anderen, vorbei am Etna, ins Nebrodi-Gebirge im Nordosten der Insel. An diesen Tagen essen wir auswärts in Restaurants in der Gegend unserer Tagesziele. 

Wir wohnen in "Le Case di Sant Andrea", einem früheren Bauernhof und ehemaliger Teil der kleinen Kapelle "Sant Andrea", die 5 Fuß-Minuten entfernt liegt. Vom Flughafen Catania aus dauert die Autofahrt eine gute Stunde. 6Km entfernt, oben auf einem Berg, liegt das typisch sizilianische Dorf Buccheri, durch das wir oft hindurchfahren. Eingerahmt in zwei Höhenzüge liegt "Le Case di Sant Andrea" relativ einsam in einem schönen, stillem Tal, in dem Nachts Eulen, die Nachtigal und Laubfrösche zu hören sind. Allerdings bellen abends auch manchmal ein paar Hunde. Die Zimmer sind nicht groß, aber nett, ich sage mal, mediteran-italienisch eingerichtet, die meisten mit eigenem Bad. Das typisch italienische Abendessen, das wir hier an 5 der 7 Tage einnehmen, wurde von allen Personen, die mit mir hier unterwegs waren, in höchsten Tönen gelobt.